Rats gegen Rassismus

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ darf sich nun auch das Ratsgymnasium nennen. Im Rahmen einer Feierstunde verlieh Sabine Heidjann, Kreiskoordinatorin des Projekts, der Schule die Auszeichnung. Zeugen dieser Verleihung waren nicht nur einzelne Würdenträger, sondern die ganze Schulgemeinde. Schließlich sollen auch alle die hinter dem Projekt stehenden Werte weitertragen.

Schulleiter Martin Zurwehme und Schülersprecher Joshua Grochtmann begrüßten gemeinsam alle Gäste in der voll besetzten Aula. In ihrer Begrüßungsrede machten sie deutlich, dass beiden die Wertevermittlung, die hinter diesem Projekt steht, ein Herzensanliegen ist. Das sie damit am Ratsgymnasium nicht allein sind, zeigten auch zahlreiche Projektideen der Projektwoche. Von „Mutig sein und Zivilcourage zeigen“ bis zur Gestaltung eines Tanzes zum Teamgedanken: Toleranz, Mut, Gemeinschaft und Engagement standen im Zentrum zahlreicher Projektgruppen.
Das diese Werte am Rats nicht nur Theorie sind, unterstrich auch Dr. Petra Pape. „An dieser Schule wird Integration gelebt. Da hat Rassismus keinen Platz“ lobte die Vertreterin der Elternpflegschaft das Verhalten von Schülern und Lehrern. Wie bunt und vielfältig diese Schule wirklich ist, zeigte der Film des Projektes „Wir sind multilingual“. Mit verschiedenen Szenen verdeutlichten die Projektteilnehmer, das Vielfalt eine Bereicherung für das Schulleben darstellt.
Bürgermeister Theo Mettenborg nutzte als Pate auch die Gelegenheit sich ein paar Projekte genauer anzusehen. Er gratulierte der Schule zur Auszeichnung und war begeistert von der Haltung, welche hier deutlich werde: „Vorbilder können wir alle gemeinsam sein.“
Dementsprechend ist die Auszeichnung nur der Anfang: weitere Projekttage gegen Rassismus und für Zivilcourage werden folgen. Ab dem kommenden Schuljahr wird es zusätzlich noch eine Arbeitsgemeinschaft zu diesem Thema geben. Damit auch in Zukunft am Ratsgymnasium weiterhin gilt: „Fremde sind Freunde, dich man noch nicht kennengelernt hat.“

Information: Das Projekt „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ richtet sich gegen jegliche Art von Gewalt bzw. Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, Geschlechts, Sprache, Kleidung, sexueller Orientierung, Hautfarbe, der Schulart, der Nationalität usw. Der Festakt bildet den Auftakt für die in den nächsten Jahren folgenden Projekte. Mit ihrer Unterschrift haben mindestens 70 Prozent alle Schulmitglieder eine Selbstverpflichtung bestätigt, die Ziele des Projektes mitzutragen. Außerdem wurden mit Theo Mettenborg und Ralf Brinkhaus zwei bekannte Paten angeworben, welche die Schule bei der Umsetzung unterstützen.

Ein Beitrag von Julian M. (Video), N. Dresch (Text), S. Voss (Fotos)